Nach der Besichtigung des Mount Ruapehus fuhren wir wieder weiter in Richtung Norden nach Taupo. (GPS-Daten der Fahrt gibts auch wieder). Diese Stadt ist bekannt für jede Menge Action! Hier kann man Baden, Surfen, Bungyspringen, Fallschrimspringen, Jetboat fahren und vieles mehr - hauptsache der Adrenalinspiegel steigt :-)
Was wir davon ausprobierten, erfahrt ihr gleich!
Im Zentrum von Taupo gab es ein kleines Volksfest, nur fehlten die vielen Essensstände mit grbrannten Mandeln und Zuckerwatte. Auch ein Bierzelt gab es hier nicht. Das Fest war uns also zu langweilig und deshalb mussten wir etwas spannenderes ausprobieren und entschieden uns für Fallschirmspringen! Taupo ist sozusagen ein Fallschirmspringerparadies, es gibt gleich fünf Anbieter am Flughafen, und dementsprechend sind die Sprünge auch relativ günstig. Die Lage am Lake Taupo und der nahegelegene Vulkan Mount Ruapehu versprechen zudem eine gute Aussicht.
Am Morgen des 9. Januars fuhren wir schon ganz aufgeregt zum Flughafen um uns das Angebot vor Ort genauer anzusehen. Gespräch während der Fahrt:
Felix: "Na Andrea, magst du wirklich springen?"
Andrea: "Hmmmm... (Pause) magst DU wirklich springen?"
Felix: "Hmmm... (Pause) wär scho cool oder?"
Andrea: "Ja scho! machma?"
Felix: "Machma!"
Andrea: "Machma!"
Jetzt gabs kein Zurück mehr :-D
Die Veranstalter sind nicht zu übersehen, neben den Start- und Landebahnen stehen mehrere Häuschen mit bunter Skydive-Werbung. Wir sahen uns die Angebote an: Skydive aus unterschiedlichen Höhen: 12.000 Fuß, 15.000 Fuß, mit/ohne Fotos, mit/ohne DVD und alles Tandemssprünge mit einem erfahrenen Springer.
Um uns die Entscheidung zu erleichtern, wurde uns vorher noch ein Video eines Sprungs gezeigt. Dafür haben die Veranstalter extra einen kleinen Kinosaal eingerichtet. Allerdings machte uns das vor dem Sprung noch viel nervöser! Sollen wir wirklich?? KLAR!!
Wir dachten uns, wenn wir schon mal hier sind, dann ganz oder garnicht. Wir entschieden uns für einen Sprung aus 15.000 Fuß (ca. 5.000m) mit Fotos und Video! "Happy Meal" heißt das Komplettpaket und wir waren schon richtig sprunghungrig :-)
Wir unterschrieben noch kurz einen Wisch, dass wir damit einverstanden sind falls wir sterben (da stand wirklich death drauf!). Da ihr nun diesen Blog lesen könnt, wisst ihr ja dass wir überlebt haben, ist also jetzt nichtmehr ganz so spannend für euch. Aber ihr wisst noch nicht, ob wir wirklich beide gesprungen sind, ist also doch noch ein wenig spannend ;-)
Dann ging es los, vorbei an dem Schild, an dem die Zuschauer nicht vorbei dürfen (nicht dass sie von herunterfallenden Springern erschlagen werden!??)
Wir wurden in blaue Anzüge gepackt, und bekamen Gurte und Haken umgeschnallt. Auch Fliegermütze und Plastikbrille durften nicht fehlen.
Wir baten noch um schönes Wetter, es blieb bedeckt aber glücklicherweise trocken. Jeder bekam seinen Sprungpartner zugeteilt, der einen wieder sicher auf den Boden bringen sollte. Diese Jungs waren schon ganz lustige Kerle, mit ihren Witzen und der humorvollen Art fiel es uns schon etwas leichter in den Flieger zu steigen. Noch schnell ein Interview fürs Video und dann saßen wir auch schon in der Maschine.
Der Flieger war ganz schön klein, es befanden sich gerade mal zwei Bänke im Laderaum, auf der wir alle hintereinander saßen und darauf warteten aus dem Flieger geworfen zu werden. Wir erreichten die erste Marke von 12.000 Fuss, wo die ersten Springer den Flieger verließen. Die Türe öffnete sich und wir sahen wie die Ersten schreiend hinaus fielen und in die Tiefe stürzten! ..ganz schön beeindruckend!!
Die Türe schloss sich wieder und es ging weiter bis auf 15.000 Fuss. Im Flieger bakamen wir noch Sauerstoffmasken aufgesetzt, nicht dass wir vor dem Sprung noch ohnmächtig werden ;-)
Jetzt wurde es ernst, der Flieger war auf ca. 5.000 m Höhe angekommen und die Türe öffnete sich - jetzt gab es kein Zurück mehr. Felix saß ganz vorne und wurde als erster mit seinem Sprungpartner aus dem Flieger "geworfen", darauf folgte Andrea. Wir sind also wirklich beide gesprungen! :-)
Der Fall war echt der Wahnsinn!! Aus dieser unglaublichen Höhe sah der See und das Land wirklich klein aus, wie die Satellitenfotos, die man aus Google Earth kennt ;-)

Der Wind pfiff nur so an uns vorbei.
Nach 60 Sekunden freiem Fall öffnete sich der Fallschirm und wir konnten bei gemütlichem Gleitschirmflug durchatmen...

... und die Aussicht genießen ;-)

Dann hieß es: Füße hoch, wir landen!
Geschafft!! Die Fallschirme haben nicht versagt, wir wurden nicht ohnmächtig, wir sind gesund und munter am Boden angekommen und waren begeistert! Am liebsten wären wir gleich nochmal gesprungen :-)
Jetzt wissen wir auch, wieso die Vögerl zwitschern! Das verraten wir aber nicht, das müsst ihr schon selbst mit einem Fallschirmsprung herausfinden ;-)
Schirmherr und -frau
Wir glauben, wir haben jetzt das erste Bild eueres Neuseelandaufenthaltes gesehen, auf dem Andrea nicht lächelt ... das kurz nach dem Ausstieg (*g*).
Felix scheint vor dem Sprung noch schnell mal fromm geworden zu sein. Mama hat jetzt ein neues Bild "Betende Hände" - mit Sohn. Und Papa erinnert das Ganze an Flintsbach ...
Wir freuen uns schon auf das ganze Video und natürlich auf die nächsten Bilder.
Bitte meldet euch nochmal vor dem Abflug.
Mama und Papa